Ich über mich
Eine Kurzfassung für Lesemuffel:
Prof. Mag. Martin Haidinger,
studierter Historiker und seit 1989 praktizierender Journalist bei Radio, TV und im Print.
Wissenschaftsredakteur bei Radio Österreich1, Producer der „Science Arena“ (Zur Sendung, Zum Fanclub)
Buchautor, Lehrperson an der FH Wiener Neustadt, Moderator und Vortragskünstler.
…und hier ein bisschen mehr
Dass ich ausgerechnet am Sterbetag des Philosophen Theodor W. Adorno, dem 6.August 1969, geboren wurde, ist nicht als Ausdruck einer höheren (oder tieferen?) Bestimmung zu sehen, sondern als purer Zufall.
Eine Seelenwanderung ist unwahrscheinlich, da ich gegen 5 Uhr früh im „Goldenen Kreuz“ in Wien IX zur Welt kam, während TWA im Krankenhaus St. Maria in Visp/Schweiz erst um 11.20 sein Leben aushauchte. Trotzdem hat es schon etwas Drolliges an sich, dass die Eltern Haidinger mich ausgerechnet Martin benannten, was die phonetische Verwechslung mit Adornos Lieblingsgegner Martin Heidegger nahelegt. In deren Streit zu Lebzeiten erkläre ich mich ausdrücklich für neutral …
Nun wollen wir hier keine faden Kindergeschichten aufwärmen, sondern lediglich anmerken, dass das Aufwachsen im Wien der 1970er und 80er Jahre glücklich war und ich mich als Einzelkind früh in allerlei literarische Sujets einlas. Mit 8 Jahren bekam ich ein Buch über österreichische Geschichte in die Hand, was mir die Gewissheit gab, dass mich genau das interessiert!
Und der Beginn meiner journalistischen Recherchetätigkeit wurde durch die tägliche Lektüre der „Wiener Zeitung“ eingeleitet, deren Pflichtexemplar mein Vater aus seinem staatsnahen Betrieb nachhause brachte. (Wer ernsthaftes Interesse an weiteren kindlichen Prägungen haben sollte, möge es hier anmelden. Psychotherapeuten und -analytikern biete ich fallweise meine Telefonnummer an, für alle anderen mögen nette Stories aus meiner Adoleszenz in Wien-Favoriten reichen, die ich hier einstellen kann.)
Mit 14 Jahren war der Erkenntnisprozess abgeschlossen: Ich wollte Historiker und Journalist werden. Beides habe ich erreicht.
1988 begann ich ein Studium der Geschichte und verwandter Fächer wie Ost- und Südosteuropakunde an der Universität Wien, das ich erst 2005 erfolgreich abschloss, da sich bereits 1989 der Journalismus in mein Leben gedrängt hatte und ich sogleich in die Praxis hineingezogen wurde. Zunächst einen Sommer lang als Praktikant im Ressort Innenpolitik der „Zeit im Bild“, ab 1990 in Radio Wien (bei der Wissenschaftssendung „Signale“, dann als „Rasender Reporter“), und 1995-1999 als Live Reporter für die Sendung „Sonntag bei Grissemann“ im munteren Geplänkel mit „The Voice“ Ernst Grissemann. Weitere kabarettistische Einsätze hatte ich unter anderem 2011-2015 als Ober „Herr Martin“ in der Ö1-Sendung „Café Sonntag“ gemeinsam mit Mercedes Echerer, Eva Rossmann und Oliver Baier.
1993 wechselte ich in die Ö1-Wissenschaftsredaktion und war dort vor allem in der aktuellen Wissenschaftsberichterstattung in Nachrichten und Journalen tätig. Daneben arbeitete ich als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa für den Kölner „Deutschlandfunk“.
Nach langen 21 Jahren aktueller Betriebsamkeit dann 2014 der Wechsel in die Ö1-Wissenschaftsreihe „Salzburger Nachtstudio“, die ich 2017 bis 2024 leitete. Seit 2024 zeichne ich für das Nachfolgeformat „Science Arena“ verantwortlich.
Von 1996 bis heute sind zahlreiche Bücher historischen Inhalts von mir erschienen. An der Fachhochschule Wiener Neustadt unterrichte ich im Studiengang „Journalismus & Unternehmenskommunikation“ das schöne Fach „Wissenschaftliche Erkenntnis, Gesellschaft & Kultur für Medien- & Kommunikationsberufe“, ich bin auf Bühnen im In- und Ausland als Literaturinterpret und Kabarettist unterwegs und ich moderiere unentwegt Diskussionen, Präsentationen (wie bei der jährlichen „Buch Wien“) und viele andere Veranstaltungen.
Fad war mit bisher nicht und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Und wer weiß, vielleicht können Sie hier ab und zu auch kleine Geschichten aus meinem bunten Leben lesen. Bleiben Sie dran!